Vermisst in Berlin von Jonah Herbst

Vermisst in Berlin ist der erste Teil der außergewöhnlichen Vampirkrimi-Reihe von Jonah Herbst. Lies hier meine Rezension zum Buch.

Inhalt (von amazon.de)

Berlin. Eine Bande Vampire entführt und tötet mehrere Kinder. Die Polizisten Silvana und Mirco – selbst Vampire – nehmen sich dieses Falls an. Dabei aber wird Mirco von den Vampiren ermordet.
Wird Silvana die tiefe Trauer bewältigen und ihren Rachegefühlen widerstehen? Gelingt es ihr, sich mit dem menschlichen Kollegen Jan zusammenzuraufen und den Fall zu lösen? Wäre da nicht noch der unbekannte Vampir Tom, der ihr das Revier streitig macht. Oder die kriminellen Vampire, die für die beiden Ermittler schon bald zur tödlichen Gefahr werden.

Jonah Herbst schreibt über noch nie dagewesene Vampire. Über eine Gesellschaft, in der Mensch und Vampir in Symbiose zusammenleben. Über Vertrauen, tiefe Freundschaft, aber auch über Spannungen, Ängste und Ausgrenzung, die das Anderssein mit sich bringt.

Neu. Faszinierend. Mitreißend.

Meinung

Vampire und ein Kriminalroman, wie ich beides noch nie gelesen habe! Wer mich kennt, weiß, ich lese vorwiegend Krimis und Thriller und auch wenn sie einen packen, ist der Aufbau doch oftmals ähnlich. Doch Vermisst in Berlin hebt sich hier deutlich ab.

Vampire als Ermittler? Sterbliche Vampire, mit einer Aura, die sich die Stadt in Reviere aufteilen? Das gab es noch nie! Und genau das hat mich an Vermisst in Berlin überrascht.

Silvana ist nicht nur Vampir, sondern auch Ermittlerin. Sie untersucht einen Fall von Kindsmorden durch eine Gruppe Vampire. Mit Hilfe ihrer Fähigkeit, der Aura, gelingt es ihr, andere Vampire aufzuspüren und das Gefühlsleben von Menschen zu erraten. Mit Silavana hat die Autorin eine sehr sympathische und authentische Figur geschaffen.

Was mich besonders begeistert hat: Mal keine unsterblichen, perfekten Vampire, in die sich jeder verliebt. Nein, in diesem Buch sehen sie zwar auch ausgesprochen gut aus, aber dennoch sind sie nicht übermenschlich . Neben diesem Fakt besticht das Buch durch einen flüssigen, lockeren Schreibstil, der sich super lesen lässt.

Die Autorin hat mit Vermisst in Berlin ein wirklich tolles Buch geschaffen, das nicht nur die Ermittlungen darstellt, sondern auch Einblick in diese doch sehr ungewöhnliche Welt fernab des Mainstreams liefert.

Um ehrlich zu sein, hatte ich anfangs ein paar Startschwierigkeiten. Nach wenigen Kapiteln hat sich das jedoch gelegt, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und die Lektüre hat mir einige unterhaltsame Lesestunden beschert. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Von mir gibt es für dieses ungewöhnliche und gefühlvolle Erstlingswerk 5 von 5 Sternen.

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